Die Glasherstellung: Eine sehr alte Kunst

Es ist unmöglich, nach Venedig zu kommen und Murano, die weltberühmte Insel der Glaskunst, nicht zu besichtigen.

Es ist unmöglich, nach Venedig zu kommen und Murano, die weltberühmte Insel der Glaskunst, nicht zu besichtigen. Viele sind dort die Glasbläsereien und ausgezeichnet die Arbeit der Glasbläser. Mit absoluter Geschichtlichkeit mischen die Glasmacher verschiedene Rohstoffe wie Sand, Silizium und Natrium und lassen sie in extrem hohen Temperaturen schmelzen. Danach arbeiten sie das Glas, bis die gewünschte Form erreicht wird und verfärben es nach Techniken und Geheimnissen, die seit Jahrhunderten weitergegeben werden. 

Von Venedig auf Murano

Bis das 13. Jahrhundert befanden sich alle Glasfabriken in Venedig aber nach der Veröffentlichung eines Gesetzes der Serenissima (Republik Venedig), die das Geheimnis der Glasherstellung bewahren wollte, wurden sie auf Murano verlagert. Dort wurde den Glasmachern verboten, die Stadt zu verlassen, um das Geheimnis der in Europa noch unbekannte Glasherstellung zu lüften. Die Verlagerung auf Murano hatte aber auch den Zweck, Venedig aus der Brandgefahr zu schützen, weil die Gebäude der Stadt nämlich damals alle aus Holz waren und die Öfen der Glasfabriken tags und nachts aktiv sein mussten. 

Im Laufe der Jahrhunderte wurden neue Techniken entwickelt und auf Murano wurden nicht nur Gegenstände des allgemeinen Gebrauchs, sondern auch Ziergegenstände produziert. Den Höhepunkt der Glaskunst wurde im 16. Jahrhundert und dann im 18. Jahrhundert erreicht, als der Glasmeister Giuseppe Briati seine wunderschönen Kronleuchter mit Blumen- und Blattornamente und dekorierte Spiegel aus Silber und Glas schuf. 

Die Herstellung eines Meisterwerks 

Ende des 16. Jahrhunderts war der Ruhm von Murano so groß, dass die Glasmeister auswanderten, um auch im Ausland zu arbeiten. Einige verließen ihre kleine Insel und fuhren nach Spanien, in die Niederlande, nach England und nach Deutschland, wo sie ihr großes Wissen weitergaben.

Das Muranoglas in der Welt

Diese Gegenstände sind noch heute in den königlichen Residenzen, in großen Theatern und in internationalen Museen wie das Corning Museum of Glass in New York aufbewahrt. Auch der amerikanische Architekten Frank Lloyd Wright war davon verzaubert und kaufte sich zahlreichen Glasobjekte, die vom Architekten Carlo Scarpa, der in den Dreißigerjahren in der Glasbläserei Venini arbeitete, hergestellt wurden. Viele Glasfragmente wurden auch auf die Gemälde vom Maler Lucio Fontana in den 50er Jahren geklebt. 

Zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert wurden neue Darstellungsformen erprobt. Ein Beispiel sind die berühmten von Giuseppe Barovier hergestellten Kelche mit spiralförmigem Stiel, die auf der ersten Biennale von Venedig 1895 ausgestellt wurden.

Heute ist es möglich, die Glasmacher beim Arbeiten zu sehen, indem man eine der zahlreichen Glasfabriken auf Murano besichtigt: Aus dieser Masse von Glühmaterial machen ihre geschickten Hände stufenweise ein transparentes und glänzendes Meisterwerk.

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