Die Venezianer ohne Bart: Das Geheimnis der „Ponte dei Assassini“ (deutsch: Brücke der Mörder)

Wissen Sie, warum den Venezianern verboten wurde, einen langen Bart zu tragen? ...

Wissen Sie, warum den Venezianern verboten wurde, einen langen Bart zu tragen? Das Verbot, einen dicken Bart zu tragen, wurde von der damaligen Regierung wegen der berüchtigten Mörder der Brücke getroffen! 

Ein langer Bart macht nämlich die Leute kaum erkennbar: Sie können sich tarnen und ihr Gesicht verbergen! Die Verbrecher der Stadt nutzten sehr gerne dieses Merkmales aus und ließen sich einen Bart wachsen, um ungestört vorzugehen. 

 

Es wurde also festgelegt, dass die Männer tags und nachts keinen dicken Bart tragen sollten. Ein 1128 zurückgehendes Gesetz trug infolgedessen zum Rückgang der Kriminalität bei. Stellen Sie sich mal vor, dass einige Verbrecher sogar einen künstlichen Bart trugen, um ihre politischen Feinde oder einfach nur kurz vorbeigekommene Unglückseligen zu ermorden! Um nicht aufzufallen wurde diese Gewohnheit aber dann abgelegen, was die Arbeit der Justizbehörden begünstigt hat. 


Eine kleine Zwischenbemerkung über den Namen der Brücke

Bevor wir uns mit dem Thema vertraut machen, erklären wir Ihnen aus welchem Grund die „Ponte dei Assassini“ so genannt wurde. 

Der Grund ist ganz klar. Die Brücke war eine der dunkelsten und unheimlichsten in Venedig und deswegen auch der beliebteste Ort der Täter, die brutale Verbrechen begehen konnten. In der Dunkelheit der Gasse war es einfach, einen Mord zu begehen, ohne gesehen zu werden, und vor einigen Jahrhunderten musste man leider auf jeden Fall durch diese Gasse gehen, um den Markusplatz zu erreichen. 

 

Heutzutage ist die Brücke nicht mehr da, trotzdem beschwört sie noch evokative Bilder herauf. Sie ist nicht nur Teil der venezianischen Volkskunde, sondern sie beeinflusste sogar die örtliche Gesetzgebung. Der Große Rat von Venedig musste nämlich geeignete Präventivmaßnahmen treffen, um die Bürger zu schützen. 

Sicherlich ist die „Ponte dei Assassini“ für die Liebhaber von Gruselgeschichten zweifellos einer der malerischsten Orte Venedigs. 


Die Beleuchtung der Brücke

Ungefähr in derselben Zeit legte ein anderes Gesetz des Großen Rats fest, dass die „Ponte dei Assassini“ nach dem Sonnenuntergang von den sogenannten „cesendeli“ (Kerzen) beleuchtet sein musste. Diese Kerzen wurden in strategische Punkte der Gasse gestellt und daneben stellte man auch heilige Ikonen, die den Passanten ihren Schutz bieten sollten. 

Inder Tat war die Gegend gefährlich, weil sie kaum beleuchtet war, trotzdem machten sie diese Kerzen etwas sicherer. Die Pfarrer stellten sie auf die Brücke und mit der Zeit fingen auch die Leute an, diese Gasse mit einer Kerze in der Hand zu begehen. 


Die Adeligen wurden dagegen von einem Diener oder einem erfahrenen Leiter, der ihr Leibwächter sein sollte, begleitet. Mit der Zeit wurde die „Ponte dei Assassini“ nicht mehr als eine gefährliche Brücke betrachtet, sondern wurde zu der Gasse, die wir heute kennen. Die Touristen interessieren sich für solche Erzählungen, die Ihrem Urlaubsort etwas Geheimnis geben!


Das Hotel San Giorgio nur wenige Schritte von der geheimnisvollen Gasse entfernt 

 

Diese Gasse ist in der Nähe von der Gasse Rio Terà della Mandola, genauso wo sich unser Hotel befindet. Die Touristen, die ins Hotel San Giorgio gehen, informieren sich gerne über die Geschichten der Vergangenheit, die mit diesem Teil der Stadt zu tun haben.

Heute ist die Gegend zwischen Campo Manin und dem Theater La Fenice ganz sicher und es gibt keine Verbrecher, die sie wie in frühen Zeiten so gefährlich machten. Ihr alter Charme ist trotzdem intakt geblieben: Oft versetzen Erzählungen wie diese die Leser in die Stimmung einer vergangenen Epoche!

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